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Sein Codename lautet ′The Eye′. Der britische Secret Service Agent (Ewan McGregor) ist ein Profi, wenn es um das Beschatten von Kriminellen geht. Auch sein neuer Auftrag ist zunächst reine Routine. Doch bei der Observation wird Eye Zeuge, wie der Verdächtigte von seiner Geliebten hinterrücks niedergestochen wird. Die Killerin, die attraktive Joana (Ashley Judd), zieht ihn augenblicklich in ihren Bann. Anstatt den Mord zu melden, folgt er ihr wie ein Schatten quer durch die Staaten. Als sie weitere Morde begeht, verwischt er ihre Spuren und rettet ihr sogar das Leben, als der drogensüchtige Gary (Jason Priestley) sie beinahe umbringt. Doch Eye rechnet nicht mit Joanas messerscharfem Instinkt, und so wird der Jäger eines Tages selbst Dieser fragwürdige Thriller birgt einige anregende Elemente, allen voran die intelligente und engagierte Performance der Hauptdarsteller Ewan McGregor und Ashley Judd, die sich beide in den vergangenen Jahren zu heiß begehrten Stars entwickelt haben. Fans der beiden sollten sich daher definitiv einen eingehenden Blick auf deren Arbeit in diesem Film gönnen, auch wenn das einzigartige Talent der beiden hier wie Perlen vor die Säue anmutet. Judd spielt eine Serienkillerin namens Joanna, die systematisch Männer, die sich allesamt abseits der Norm bewegen, verführt und ermordet. Unter ihren Opfern befinden sich ein blinder Multimillionär, der von Patrick Birgin gespielt wird sowie ein widerlicher Verlierer, den überraschenderweise Jason Priestly (Beverly Hills 90210) personifiziert. McGregor ist als Agent des britischen Geheimdienstes zu sehen, der Joanna auf den Fersen ist. Ein vom Schicksal gebeutelter Mann, der von Frau und Tochter sitzen gelassen wurde. Das Auge, wie McGregors Figur hier heißt, ist einsam und führt imaginäre Gespräche mit seiner Tochter, in denen sie ihm rät, mit Joanna Mitleid zu haben und sie zu beschützen, auch wenn diese ihre blutrünstige Mission weiter verfolgt. Diesen Rat befolgt McGregor auch, was den Film in das Fahrwasser von Klassikern über Voyeurismus und Obsession manövriert. Speziell Hitchcocks Vertigo und Das Fenster zum Hof lassen grüßen und Anspielungen auf Francis Ford Coppolas Der Dialog sind in diesem Zusammenhang ebenfalls unvermeidbar. Aber trotz des großartigen Materials (Marc Behms Roman von 1980, auf dem Das Auge basiert, wurde von der New York Times hoch gelobt) und einer Topbesetzung (inklusive Geneviève Bujold und k.d. lang), ist der Film oftmals zu festgefahren. Außerdem lässt Stephan Elliots offenkundige Gedankenlosigkeit die Handlung zu durchsichtig erscheinen. Der Regisseur (Priscilla - Queen Of The Desert) verhindert darüber hinaus die Entfaltung einiger seiner Schauspieler, indem er auf einer trostlosen, eintönigen Performance besteht. Und er sorgt für diverse Längen, weil Wendungen und Entwicklungen der Handlung häufig schon angekündigt werden, bevor sie überhaupt stattfinden. Der Gerechtigkeit würde genüge getan, wenn es eine Möglichkeit gäbe, Judds und McGregors Arbeit heraus zu schneiden und sie in einen besseren Film zu transplantieren. Aber so ist das Leben. --Tom Keogh
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